Wenn deine Angst in den Beckenboden wandert: über Mental Load und Kontrolle

#40

Willkommen bei meinem Podcast Inner Flow – Build Your Own!

🎧Mental Load, Kontrolle und die Angst, die keiner so nennt

 

Du hängst Wäsche auf. Eigentlich eine ruhige Tätigkeit, eigentlich Zeit zum Abschalten. Und während deine Hände das Hemd glattziehen, fängt im Kopf die Liste an. Du musst noch das. Du musst noch das. Und das. Und das.

 

Es ist keine ruhige Liste. Sie zählt nicht einfach auf, was zu tun ist. Sie drängt. Eng, zuschnürend, ein Du musst nach dem anderen, ohne Pause dazwischen. Während deine Hände noch mit der Wäsche beschäftigt sind, ist dein Kopf schon zehn Aufgaben weiter, und keine davon fühlt sich erledigt an, bevor die nächste schon drauflag.

 

Warum Kontrolle nicht das eigentliche Problem ist

Du nennst es vielleicht Mental Load. Zu viele Termine im Kopf, eine Liste, die nie fertig wird. Das stimmt auch. Aber darunter liegt etwas anderes. Angst. Nicht die laute, die man sofort erkennt, sondern die, die sich als Verantwortung tarnt. Als Organisation. Als „ich zähl das eben kurz im Kopf durch, dann hab ich’s im Griff.“

 

Wenn du denkst, du müsstest dich nur besser strukturieren, noch einen Plan machen, noch früher aufstehen, arbeitest du am falschen Ende. Mehr Ordnung beruhigt keine Angst. Sie macht sie nur leiser, für eine Weile.

 

Die vier Stressreaktionen, und die eine, die kaum jemand kennt

Dein Nervensystem kennt vier Wege, mit Gefahr umzugehen. Kämpfen, Flüchten, Erstarren. Und einen vierten: Fawn. Anpassen, bevor überhaupt Spannung entsteht. Es allen recht machen, damit gar nichts eskaliert.

 

Fawn sieht von außen nicht nach Stress aus. Es sieht nach einer guten Mutter aus, einer zuverlässigen Kollegin, einer Frau, auf die man sich verlassen kann. Innen läuft die ganze Zeit ein Programm: aufpassen, ausgleichen, nichts dem Zufall überlassen. Genau diese Liste beim Wäscheaufhängen ist Mental Load im Alltagskleid.

 

Wo die Angst im Körper landet

Diese Angst bleibt nicht im Kopf. Sie geht runter, in den Nacken, in die Schultern, oft bis in den Beckenboden. Ein Bereich, der ständig hält, ohne dass du es merkst. Verspannt, zusammengezogen, im Stand-by, während oben die Liste weiterläuft.

 

Das Prinzip dahinter ist das gleiche wie im ganzen System: etwas, das dauernd trägt, ohne Pause, bricht irgendwann zusammen, statt zu tragen. Der Beckenboden macht im Kleinen, was der Rest von dir im Großen macht.

 

Erste Hilfe für den Körper

Eine bewusste Ausatmung kann den Beckenboden lösen, in unter einer Minute. Setz dich, beide Füße am Boden. Atme normal ein. Beim Ausatmen, lass los, als würdest du ein leichtes Seufzen zulassen, von unten nach oben. Kein Anspannen, nur Loslassen. Mach das drei- bis viermal.

 

Das hilft. Für den Moment. Aber es ist erste Hilfe, keine Heilung. Die Liste fängt wieder an, wenn die Angst dahinter nicht angeschaut wird.

 

Was hinter der Angst liegt

Oft sind es alte Antreiber. Sätze, die du als Kind gelernt hast, ohne dass sie dir je jemand laut gesagt hat. Mach es allen recht. Sei keine Last. Wenn du nicht aufpasst, passiert was. Diese Sätze haben dich mal beschützt. Heute kosten sie dich deinen Beckenboden und deinen Schlaf.

 

Du musst nicht jetzt schon tief in dein inneres Kind einsteigen. Es reicht, kurz neugierig zu werden: wo kenne ich das Gefühl noch her, immer aufpassen zu müssen, bevor überhaupt was passiert ist?

 

Der Merksatz

Den Körper kannst du beruhigen. Aber die Angst will nicht beruhigt werden. Sie will verstanden werden.

 

Für dich, wenn du magst

Schreib mir, ob du diese Liste beim Wäscheaufhängen kennst, oder deine eigene Version davon. Ich lese jede Nachricht.

 

Und wenn du das Thema weiterverfolgen willst: in Folge #41 geht es um EFT, ein erstes Werkzeug, um genau diese Angst anzuschauen, statt sie nur zu beruhigen.

Jetzt anhören: Folge #40, „Wenn deine Angst in den Beckenboden wandert“.

 

💛 Du kannst die Episode direkt hier unten anschauen oder auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und YouTube unter Inner Flow – Build your own.

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Du spürst, wie dein Körper loslässt, dein Atem sich vertieft und der Mental Load leiser wird. Nicht durch mehr leisten – sondern durch bewusstes Ankommen bei dir.

Denn Stärke entsteht von innen.

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Und nun zur Folge 🙂

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Schön das du hier bist!

Symbolbild für Beckenboden und Körperspannung durch Stress
rau Anfang 40 mit nachdenklichem Blick, Symbolbild für Mental Load und versteckte Angst
Frau im Gespräch mit angespannter Körperhaltung, Symbolbild für eine stille Stressreaktion

Hier findest du alle erwähnten Ressourcen aus dieser Folge:

Meine website www.kristinpalm.de
Und du findest mich auch bei instagram @kristin.palm.de 

und Pinterest! 🙂

Von Herzen,

Deine Kristin